﻿{"id":1143,"date":"2015-05-26T15:27:06","date_gmt":"2015-05-26T13:27:06","guid":{"rendered":"\/?p=1143"},"modified":"2019-03-06T17:47:14","modified_gmt":"2019-03-06T16:47:14","slug":"schoene-heile-youtube-welt-oder-moralische-grauzone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.itms.com\/de\/schoene-heile-youtube-welt-oder-moralische-grauzone\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6ne heile YouTube-Welt oder moralische Grauzone?"},"content":{"rendered":"<p>Mithalten k\u00f6nnen nur Facebook, Instagram, Twitter und Co. \u2013 die anderen Massenmedien der Generation Web 2.0. T\u00e4glich werden mehrere hundert Millionen Stunden Videomaterial auf YouTube angeschaut, pro Minute kommen etwa 300 Stunden Videomaterial hinzu. Ein gigantischer Tummelplatz f\u00fcr junge und alte K\u00fcnstler, Trailer f\u00fcr Filme, Serien und Videospiele, Koch- und Fitnessvideos, Meinungen, Bewertungen und Kommentare. Und mittendrin die YouTube-Stars, die mit ihren Formaten ein Millionenpublikum erreichen und deren Videos nicht selten von mehreren Millionen Usern angeschaut werden. Sie sind diejenigen, die die Plattform mit Leben f\u00fcllen. Abseits von meist unpers\u00f6nlichen Corporate Channels treten sie aus der grauen Masse heraus \u2013 geben ihrem Videokanal ein Gesicht. User k\u00f6nnen sich mit ihnen austauschen, streiten, lachen, identifizieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1144\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_YouTube-Welt.jpg\" alt=\"\" width=\"1140\" height=\"550\" srcset=\"https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_YouTube-Welt.jpg 1140w, https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_YouTube-Welt-300x145.jpg 300w, https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_YouTube-Welt-768x371.jpg 768w, https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_YouTube-Welt-1024x494.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1140px) 100vw, 1140px\" \/><\/p>\n<p>Laut ARD-ZDF-Online-Studie konsumieren 79 Prozent der 14- bis 29-J\u00e4hrigen mindestens einmal pro Woche Webvideos. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass gerade die Stars der Video-Szene enormes Potential f\u00fcr die Marketing-Kommunikation bieten und f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere als auch kleinere Werbetreibende immer attraktiver werden. Beschr\u00e4nkte sich der Werbemitteleinsatz zun\u00e4chst auf die von der Plattform angebotenen Tr\u00e4ger wie z. B. die bekannten Pre-Roll Spots oder Link-Verweise w\u00e4hrend der Videos, bev\u00f6lkern mehr und mehr Produktplatzierungen die Videos der YouTube-Stars. Hier ein kurzer Wink mit dem Markenhandy, dort ein Schluck aus der Cola-Flasche\u2026 Product Placement ist in diesen F\u00e4llen relativ einfach durchzuf\u00fchren und hat eine enorme Wirkung, die jedoch differenziert zu betrachten ist und nicht nur positive Wirkung erzielt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fans, die ihren Idolen nacheifern, passen ihr Konsumverhalten gerne den Geschm\u00e4ckern der Stars an. Das hat es immer gegeben und wird auch immer so sein. Und dass Kinder und Jugendliche im Anschluss an den Konsum von YouTube-Videos Longboard, Smartphone und Rucksack ihres Idols besitzen m\u00f6chten ist per se v\u00f6llig legitim und eine absehbare, gew\u00f6hnliche Reaktion. Kritisch zu betrachten ist jedoch das wissentliche und nicht separat ausgewiesene Platzieren von Produkten und Marken. F\u00fcr die teils noch sehr jungen Videokonsumenten ist so nicht ersichtlich, ob Produkte aus ehrlicher Begeisterung oder aufgrund gesch\u00e4ftlicher Absprache im Video auftauchen. Ein gef\u00e4hrlicher und schmaler Grat und in den Augen der Landesmedienanstalt mit Schleichwerbung gleichzusetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>YouTube-Stars und deren Netzwerke sind ein weiteres Ph\u00e4nomen: Der Eintritt in ein Mediennetzwerk mit Auflagen hinsichtlich Werbeeinbindung, Videoquantit\u00e4t und Klickzahlen. Die Organisationen geben an, dass es sich bei ihren Platzierungen um redaktionell integrierte Inhalte handele und, da keine Kaufaufforderungen ausgesprochen werden, auch keine unerlaubte Form der Werbung vorliege. Eine Problematik, die \u00fcber kurz oder lang Verbraucher- und Jugendsch\u00fctzer auf den Plan rufen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verboten oder nicht: Zu beachten ist, dass sich die werbliche Platzierung in den Videos nicht f\u00fcr jede Marke \/ Produkt eignet. Die Werbeform sollte stets zur Marke, ihrem Image und der Zielgruppe passen. Unter diesen Gesichtspunkten sollten auch die Kooperationen mit den YouTube-Stars im Rahmen der \u00fcbergreifenden Kommunikationsstrategie der Marke be\u00e4ugt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mario Hess<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mithalten k\u00f6nnen nur Facebook, Instagram, Twitter und Co. \u2013 die anderen Massenmedien der Generation Web 2.0. 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