﻿{"id":1173,"date":"2015-06-29T15:52:56","date_gmt":"2015-06-29T13:52:56","guid":{"rendered":"\/?p=1173"},"modified":"2019-03-06T17:40:49","modified_gmt":"2019-03-06T16:40:49","slug":"quo-vadis-print","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.itms.com\/de\/quo-vadis-print\/","title":{"rendered":"Quo vadis Print?"},"content":{"rendered":"<p>Die Wirkkraft und der Erfolg der eingekauften Anzeigenpl\u00e4tze sind stark von der Auflage und Reichweite der Zeitungen abh\u00e4ngig. Sinkende Auflagenzahlen bedeuten weniger Werbereichweite, was wiederum Unternehmen dazu bewegt, weniger Werbeeink\u00e4ufe zu t\u00e4tigen. Ein Teufelskreis, der sich zunehmend auf das Wohl der weltweiten Printmedien auswirkt. Auf dem H\u00f6hepunkt des digitalen Zeitalters ger\u00e4t die Medienwelt zunehmend aus der Bahn \u2013 gro\u00dfe Massenmedien finden sich in Situationen wieder, die vor Jahren undenkbar waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da Online-Journalismus und ein ver\u00e4nderter Medienkonsum immer weiter auf dem Vormarsch sind, ist es nicht weiter verwunderlich, dass Konsumenten Nachrichten online \u00fcber den Computer oder das Smartphone abrufen. Traditionsreiche Print-Medien sind zunehmend gezwungen, ihre Infrastruktur neu aufzustellen und Online-Nachrichten in den Fokus zu nehmen und etwa auf Abonnements der Digital-Versionen der Zeitungen zu setzen. Doch selbst der Fokus auf ePaper kann den Print-R\u00fcckgang nicht aufhalten, wie etwa das Beispiel der gro\u00dfen Tageszeitung Frankfurter Rundschau zeigt. Nach millionenschweren Verlusten wurde die renommierte Tageszeitung von der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH und der Frankfurter Societ\u00e4t GmbH \u00fcbernommen. Von den ehemals rund 450 Mitarbeitern ist nur ein Bruchteil \u00fcbrig geblieben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1174\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_Quo-Vadis.jpg\" alt=\"\" width=\"1140\" height=\"550\" srcset=\"https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_Quo-Vadis.jpg 1140w, https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_Quo-Vadis-300x145.jpg 300w, https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_Quo-Vadis-768x371.jpg 768w, https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_1140_x_550_Quo-Vadis-1024x494.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1140px) 100vw, 1140px\" \/><\/p>\n<p>Auf der Einnahmeseite ist der Ertrag der Werbung f\u00fcr Printmedien enorm. Nach Studien des \u201ePew Research Center\u201c in Washington setzen sich die Gesamteinnahmen amerikanischer Tageszeitungen noch immer zu bis zu zwei Dritteln aus Werbeeinnahmen zusammen, obwohl letztere bereits unter die H\u00e4lfte des Niveaus aus 2005 gesunken sind. Auch Deutschland ist aus Werbeperspektive weiterhin ein starkes Printland, wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) mitteilt. Nichtsdestotrotz ist auch in der Bundesrepublik ein R\u00fcckgang der Print-Werbeums\u00e4tze von ann\u00e4hernd 50 Prozent innerhalb der vergangenen zehn Jahre festzustellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um den Einnahmer\u00fcckgang zu kompensieren, sind Tageszeitungen von teils beispiellosen Umbr\u00fcchen betroffen. Gerade auf regionaler Ebene werden vermehrt Stellen gestrichen, Redaktionen verkleinert und\/oder zusammengelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Umschwung in der Zeitungsbranche, wie etwa der Fokus auf Online-Artikel oder die komplette Einstellung von Zeitungen, wirkt sich konsequenterweise auch auf die Marketing- und PR-Arbeit aus. Schwindende Konsumentenzahlen bedeuten schwindende Werbereichweite, es sei denn, es finden sich neue M\u00f6glichkeiten der Vermarktung am Konsumenten innerhalb dessen neuem Medienumfeld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um die L\u00fccke in der Werbung zu schlie\u00dfen und den Konsumenten auch abseits ausgetretener Pfade nachhaltig zu erreichen, sollte die PR-Arbeit daher die aktuellen Medien im Blick haben. Kombinationen aus Print, Online, Bild und Video hauchen der Kommunikation mehr Leben ein und machen sie f\u00fcr den Konsumenten von heute interessant.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich das Nachrichtengesch\u00e4ft mit seiner Vielseitigkeit und Unersetzlichkeit r\u00fchmt, verl\u00e4uft der Plattformwechsel von Marketing und Werbung nicht immer reibungslos und erfolgreich. Eines ist jedoch klar: Das Nachrichtengesch\u00e4ft und die Werbeindustrie sind zwei nahezu untrennbare Gebilde mit einander \u00e4hnlichen Zielen. Da die (Weiter-) Entwicklung des einen nicht ohne die Beteiligung des anderen funktioniert, sollte den Medien, der Werbebranche, aber auch den Konsumenten folgendes klar sein: Zeitungsunternehmen und Werbetreibende m\u00fcssen sich an die neuartigen Umst\u00e4nde anpassen, wenn sie f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit interessant sein und im Zuge der Sch\u00f6pfung eines neuen digitalen Zeitalters \u00fcberleben wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wirkkraft und der Erfolg der eingekauften Anzeigenpl\u00e4tze sind stark von der Auflage und Reichweite der Zeitungen abh\u00e4ngig. Sinkende Auflagenzahlen bedeuten weniger Werbereichweite, was wiederum Unternehmen dazu bewegt, weniger Werbeeink\u00e4ufe zu t\u00e4tigen. Ein Teufelskreis, der sich zunehmend auf das Wohl der weltweiten Printmedien auswirkt. 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