﻿{"id":944,"date":"2017-02-03T15:43:58","date_gmt":"2017-02-03T14:43:58","guid":{"rendered":"\/?p=944"},"modified":"2019-03-06T16:28:22","modified_gmt":"2019-03-06T15:28:22","slug":"super-bowl-li-ist-ihre-werbung-das-geld-wert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.itms.com\/de\/super-bowl-li-ist-ihre-werbung-das-geld-wert\/","title":{"rendered":"Super Bowl LI: Ist Ihre Werbung das Geld wert?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-805\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_732x365_Superbowl.jpg\" alt=\"\" width=\"732\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_732x365_Superbowl.jpg 732w, https:\/\/www.itms.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ITMS-news_732x365_Superbowl-300x150.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 732px) 100vw, 732px\" \/><\/p>\n<p>Der Super Bowl ist ein gro\u00dfes Ereignis und bietet weitaus mehr als nur eine sportliche Erfahrung. Von den 112 Millionen Zuschauern des 50. Super Bowls im Jahr 2016 gab es einige, die sich f\u00fcr mehr als nur das Football-Spiel interessierten &#8211; n\u00e4mlich f\u00fcr die Werbung. Anscheinend freut sich jeder auf sie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Jahr m\u00fcssen Unternehmen \u00fcber 5 Millionen US Dollar f\u00fcr einen 30-sek\u00fcndigen Werbespot w\u00e4hrend und nach dem Super Bowl LI bezahlen. Das ist nur eine geringe Erh\u00f6hung zum vorigen Jahr, wo man rund 4,5 Millionen US Dollar f\u00fcr 30 Sekunden Werbezeit bezahlen musste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor 1976 haben Preiserh\u00f6hungen f\u00fcr 30-Sekunden-Werbespots beim Super Bowl nie 15.000 US Dollar \u00fcberschritten. In den Jahren 1976 und 1977 sind die Werbepl\u00e4tze zwar um 37.000 US Dollar teurer geworden, jedoch ist gleichzeitig die Zuschauerzahl auf 16 Millionen gestiegen. Dieser Trend &#8211; erh\u00f6hter Preis mit gleichzeitig erh\u00f6hter Zuschauerzahl &#8211; setzte sich weitere zwei Jahre fort. 1979 wurden 30-Sekunden-Spots um 53.000 US Dollar teurer, die Zuschauerzahl verringerte sich jedoch um 8 Millionen im Vergleich zum Vorjahr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis zum Jahr 1984, in dem die Zahl der Zuschauer um 8 Millionen zum Vorjahr anstieg, machte es den Anschein, dass die Zuschauerzahl des Super Bowl-Sonntags immer weiter schrumpfte. Seit den Anf\u00e4ngen des Spiels im Jahr 1966 war die Zeitspanne von 1991-1992 die einzige, in der es keine Preiserh\u00f6hung f\u00fcr die Werbezeiten (850.000 US Dollar) gab, w\u00e4hrend die Zuschauerzahl um 11 Millionen wuchs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Starke Preiserh\u00f6hungen kommen meist nach einer wirtschaftlichen Rezession oder erst nach mehreren Jahresspr\u00fcngen, jedoch gibt es keine spezielle Ursache daf\u00fcr. Von 1997 bis 1998 erh\u00f6hten sich die Werbepreise um 300.000 US Dollar und zwischen 1998 und 1999 erh\u00f6hten sie sich um 500.000 US Dollar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Allerdings sind die Preise seit dem Jahr 2000 jedes Jahr kontinuierlich zwischen 200.000 und 500.000 US-Dollar angestiegen. Nur einen einzigen R\u00fcckgang, der im Zuge einer wirtschaftlichen Rezession zu verzeichnen war, gab es zwischen 2005 und 2006.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die eigentliche Frage jedoch ist, wieso die Werbung beim Super Bowl zunimmt, obwohl die Zuschauerzahl kontinuierlich sinkt? Die Antwort ist einfach: weil Unternehmen bereit sind f\u00fcr die Werbung zu zahlen. CBS, ABC, NBC und Fox haben das Fernseh- und Rundfunkangebot des Super Bowls monopolisiert und profitieren sehr stark von dem Umsatz, der mit der Werbung erzielt wird. Solange Unternehmen wie Audi, Honda und Pepsi bereit sind 5 Millionen US Dollar f\u00fcr Werbepl\u00e4tze auszugeben werden die Preise kontinuierlich steigen. (Hyundai bezahlte alleine dieses Jahr 15 Millionen US Dollar f\u00fcr einen 90-Sekunden-Spot.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Preise f\u00fcr manche unversch\u00e4mt klingen, sind ein paar Millionen Dollar f\u00fcr gro\u00dfe Unternehmen keine gro\u00dfe Sache wenn sie daf\u00fcr 100 Millionen Augenpaare f\u00fcr ihre Werbung gewinnen. 2016 schalteten laut eines Ratings von Nielsen 54,3 Millionen Haushalte &#8211; gr\u00f6\u00dfere Personengruppen und Bars au\u00dfer Acht gelassen &#8211; den Super Bowl ein. Von allen privaten Fernsehger\u00e4ten der Vereinigten Staaten, die letztes Jahr w\u00e4hrend des Super Bowls eingeschaltet waren, waren 72 Prozent auf das Spiel geschaltet und erreichten somit eine Zustimmungsrate von 46,6 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Budweiser bedeutet das hunderttausende Dollar an Gewinn, wodurch die Ausgaben f\u00fcr die Werbung locker wieder eingeholt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um die urspr\u00fcngliche Frage jedoch zu beantworten: Ist es das wert? Eine klare Antwort gibt es wohl nicht. Kritiker behaupten, dass die Werbung beim Super Bowl nicht effektiv ist, weil sie nur einen Stereotypen erreichen und keinen durchschnittlichen Amerikaner. Manche sagen sogar, dass wegen der gro\u00dfen Investitionskosten keine Risikobereitschaft existiert und die Werbespots deshalb langweilig sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Egal welche Gr\u00fcnde es gibt, eines wird deutlich: Namhafte Unternehmen beharren darauf, dass ihre Super Bowl-Werbung Millionen von Dollar wert sei. Solange diese Unternehmen weiterhin bereit sind, diese Kosten aufzuwenden, werden Fernseh- und Rundfunksender die Preise auf unvorhersehbare Rekordh\u00f6hen bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Super Bowl ist ein gro\u00dfes Ereignis und bietet weitaus mehr als nur eine sportliche Erfahrung. Von den 112 Millionen Zuschauern des 50. Super Bowls im Jahr 2016 gab es einige, die sich f\u00fcr mehr als nur das Football-Spiel interessierten &#8211; n\u00e4mlich f\u00fcr die Werbung. 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